Pressemeldung

27.05.2013

Tierschutzlabel zeigt gangbaren Weg

Auch auf der zu Ende gehenden ANUGA, einer der weltweit größten
Ernährungsmessen, war der Tierschutz Thema. Das Bewusstsein,
dass sich etwas ändern muss, ist in der Breite der Gesellschaft angekommen. Die gesetzlichen Vorgaben aber hinken noch hinterher. Eine
Alternative bleibt das zweistufige Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes, das als erste Kennzeichnung für tierische Produkte in
Deutschland auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fundiert. Auf seiner
Informationsplattform www.tierschutzlabel.info hat der Verband die
Suchfunktion nach Verkaufsorten optimiert.

66 Prozent der Verbraucher fordern einer aktuellen repräsentativen Studie
zufolge, dass in der Landwirtschaft die Gesetze und Richtlinien verschärft
werden müssen, um eine tiergerechte Tierhaltung zu gewährleisten. Davon
unabhängig muss es gelingen, jetzt und sofort erste Schritte zur Verbesserung
für die Tiere einzuleiten. Diesen Weg geht das zweistufige Tierschutzlabel
des Deutschen Tierschutzbundes.

Die Kriterien der Einstiegsstufe liegen bereits weit über den gesetzlichen
Standards und sind transparent für den Verbraucher nachvollziehbar. Ein
Dreivierteljahr nach Verkaufsstart sind so schon über 10 Millionen
Masthühner in einer verbesserten Haltung – denn schon in der Einstiegsstufe
haben die Tiere u.a. mehr Platz, mehr Beschäftigung und mehr Zeit
zum Heranwachsen. Zudem sind auf das Jahr hochgerechnet 40.000
Schweine in besserer Haltung als vorher. Auch die Umsetzung der
Premiumstufe Schwein ist gelungen.

„Solange der Gesetzgeber nicht handelt, so lange sehen wir keine andere
Alternative zu unserem zweistufigen Tierschutzlabel. Der Weg hat gut
begonnen, den Weg müssen wir weitergehen und die Landwirte, aber
besonders jetzt auch die Verbraucher mitnehmen und den Handel, die
gesamte Branche überzeugen, das Angebot an entsprechenden Produkten
auszuweiten“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "du und das tier"erläutert Agraringenieur Bernd Kuhn, wie die Umstellung für einenSchweinemäster abläuft, welche Ängste aber auch welche Vorteile eineTeilnahme am Labelprogramm mit sich bringt. Das Interview sowie weitereFachartikel, die Suche nach Verkaufsorten, die umfassenden Kriterienkatalogefinden Sie über die Links rechts.

Wo bekomme ich die Produkte?

Kriterienkataloge

Die detaillierten Kriterien für die tiergerechte Haltung und Behandlung von Masthühnern bzw. Mastschweinen sowie zur Verabeitung von Fleisch im Rahmen des Tierschutzlabels können Sie hier herunterladen:

Kriterienkatalog Masthühner

Kriterienkatalog Mastschweine

Kriterienkatalog Verarbeitung