Forschungsprojekte

Das Tierschutzlabel wird mit Forschungsprojekten und Studien in seiner Entwicklung begleitet. Die Ergebnisse der unten aufgeführten abgeschlossenen sowie laufenden Projekte fließen in die Richtlinienarbeit und Beratungstätigkeit des Tierschutzlabels ein.

Label-Fit: Schweinehaltung fit für das Tierschutz-Label

Integrierte Entwicklung von Haltungs- und Verfahrenstechnik zur Transformation konventioneller Ställe

Um die Umstellung konventioneller Schweinehaltungsbetriebe auf die Anforderungen des Tierschutzlabels zu unterstützen, werden in diesem Forschungsvorhaben mögliche Lösungen für Probleme, die sich bei der praktischen Umsetzung ergeben haben, untersucht. Im Fokus des Forschungsvorhabens stehen zum einen die Liegeflächen für Schweine, bei denen sichergestellt werden soll, dass die Schweine sie ausschließlich zum Ruhen aufsuchen. Zum anderen wird geeignetes Beschäftigungsmaterial getestet. Beides wird in bestehenden Aufzucht- und Mastschweineställen erprobt.

Die Förderung des Deutschen Tierschutzbundes als Projektpartner beträgt 10.000 Euro (finanziert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung). 

Mehr Details zu den Teilprojekten in unserer Pressemitteilung vom 23.05.2017.

Demonstrationsprojekt: Haltung von Schweinen mit intakten Schwänzen

in einer über die Vorgaben des Tierschutzlabels hinausgehenden, maximal angereicherten Umgebung

Inhalt dieses Projektes ist die Untersuchung, welche Maßnahmen in konventionellen Aufzucht- und Mastställen notwendig sind, um Schwanzbeißen bei unkupierten Schweinen zu verhindern. Dies soll durch deutlich verbesserte Haltungsbedingungen erzielt werden, die sich an den Kriterien des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ orientieren, sowie durch Optimierung von Management und Tiergesundheit. Ziel ist es, die Ergebnisse der Untersuchungen in den Betrieben mit dem Tierschutzlabel der Einstiegsstufe auf andere Betriebe übertragen zu können.

Die Förderung des Deutschen Tierschutzbundes als Projektpartner beträgt 16.823 Euro (finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz).

Abgeschlossenes Projekte

Verbundprojekt: „Tierwohllabel – Aufbau eines marktgerechten Tierwohlprogramms in der Schweinefleischkette“

Mit diesem Projekt wurden die Anforderungen der Tierschutzlabel-Einstiegsstufe für Mastschweine in der Praxis erprobt und die hieraus gewonnenen Erfahrungen in die weitere Entwicklung des Labels eingebracht. Mithilfe der Ergebnisse dieser Forschungs- und Entwicklungsarbeit konnten die Kriterien für das Tierschutzlabel für Mastschweine erarbeitet, verbessert und praktisch umgesetzt werden.

Die Förderung des Deutschen Tierschutzbundes als Projektpartner betrug 135.870 Euro (finanziert durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung).

Dissertationen zum Tierschutzlabel für Masthühner an der Tierärztlichen Fakultät der LMU München

Die Untersuchungen verglichen den Gesundheitszustand und das Verhalten von Masthühnern aus einer Haltung nach Tierschutzlabel-Vorgaben mit denen konventionell gehaltener Masthühner.

Das Fazit: Die beim Tierschutzlabel eingesetzten, langsamer wachsenden Tiere sind unter verbesserten Haltungsbedingungen aktiver, sie nutzen die angebotenen Strukturen gut und können ihr Verhalten besser ausleben. Veränderungen beim Laufen und Verletzungen an den Füßen traten zudem deutlich seltener auf. 

Die Dissertationen im Einzelnen: 

 

 

 

Chronologie

Erfahren Sie mehr über die Entwicklung und Förderung unseres  Tierschutzlabels "Für mehr Tierschutz" - vom Start bis zum heutigen Stand.

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Broschüre

Unsere Broschüre "Zeichen für ein besseres Leben" informiert Sie anschaulich zum Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes.

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